Vereinfachte Planung – Treiberbasierte und maßnahmenorientiere Planung (Teil 2)

Eine effiziente und krisenfeste Unternehmensplanung in Zeiten volatiler Märkte – das steht auf der Wunschliste vieler Finanzverantwortlicher ganz oben. Immer wieder werden Praxisansätze für eine flexiblere und modernere Planung gesucht und ausprobiert. Zu den neueren Ansätzen zählen die maßnahmenbasierte und die treiberbasierte Planung. Vergangene Woche habe ich Ihnen im ersten Teil meines Beitrags die maßnahmenbasierte Planung anhand eines Praxisbeispiels und die zentralen Learnings des Unternehmens vorgestellt. Im heutigen Beitrag möchte ich Ihnen einen Einblick in die treiber- und maßnahmenbasierte Planung und ihre praktische Anwendung in 2015 bei einem internationalen schwäbischen Konzern aus der Automatisierungsbranche geben.

Maßnahmenorientierte Planung: Rückbesinnung auf das Wesentliche

5 Glaskugel

Größere Detailtiefe, neue Planungsinstrumente, erweiterte Planungshorizonte: Die Unternehmensplanung ist in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden. Das macht die Unternehmensplanung nicht immer einfacher, vielmehr erschwert es auch die Handlungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit im volatilen Marktumfeld. Wie geht es also besser? Wie können Unternehmen ihren Planungsprozess effektiver, aber gleichzeitig auch schlanker gestalten? Mit anderen Worten: Wie macht man die Planung wieder zu einem schlagkräftigen Steuerungsinstrument?

Wir haben uns mit diesem Thema in einem unserer C4B Benchmarking Circle befasst. Ich möchte Ihnen anhand zweier Praxisbeispiele sowohl die maßnahmenorientierte als auch die treiberbasierte Planung (Teil 2) vorstellen.

IFRS 9 auch für Unternehmen wichtig, nicht nur für Banken

Magnifying Glass.

Zum 01. Januar 2018 ersetzt der neue internationale Rechnungslegungsstandard (IFRS) 9 „Financial Instruments“ den bestehenden Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten IAS 39. Der IFRS 9 für Finanzinstrumente wurde am 22. November 2016 in das EU-Recht übernommen.

Unternehmen gehen häufig davon aus, dass der IFRS 9 im Wesentlichen nur Auswirkungen für Unternehmen mit Derivatetransaktionen und mit Hedge Accounting-Beziehungen entfaltet. Doch IFRS 9 umfasst alle Finanzinstrumente und damit auch unter anderem Cash und Cash Equivalents, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte. Nimmt man den Scope der IFRS 9 Impairmentvorgaben hinzu, dann umfasst dieser beispielsweise auch Contract Assets, Leasingforderungen, Loan Commitments und Financial Guarantees. Werden daneben lokale IFRS-Abschlüsse erstellt, so unterliegen auch Intercompany Transaktionen den Vorgaben des IFRS 9. Eine besonders große Herausforderung stellen die Datenanforderungen der neuen Impairmentvorgaben dar. Experten raten dazu, möglichst zeitnah sicherzustellen, dass entsprechende Datenhistorien vorhanden sind beziehungsweise zeitnah erstellt werden, um ab dem 1. Januar 2018 eine IFRS 9 Compliance erreichen zu können.

Kollegiale Beratung: Richtig entscheiden in 45 Minuten

Thomas Landwehr

Gastbeitrag von Thomas Landwehr

Vor welchen Herausforderungen Führungskräfte tagtäglich stehen, weiß Thomas Landwehr aus langjähriger eigener Erfahrung als Führungskraft und Geschäftsführer in Konzernen und Mittelstand. Seit über 14 Jahren coacht und berät er Führungskräfte aus dem mittleren und gehobenen Management dabei, ihre berufliche Entwicklung erfolgreich zu gestalten. Dabei bewegt er sich im Spannungsfeld zwischen Karriere, Führung und Persönlichkeitsentwicklung. In seinem Gastbeitrag stellt Thomas Landwehr das Instrument der kollegialen Beratung vor.

Einer für alle, alle für einen: Weg mit der Hierarchie, her mit der Holokratie

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2. Teil des Beitrags über agile Unternehmensführung

Selbstverantwortung, Austausch und Transparenz statt Kontrolle, Bürokratie und Hierarchie: Das sind die Prinzipien, auf die agile Unternehmensführung setzt. In meinem ersten Beitrag habe ich das Prinzip bereits vorgestellt. In einem C4B-Benchmarking Circle im Herbst vergangenen Jahres haben wir uns mit Agilität befasst und spannende Praxisimpulse erhalten. Über das Modell der Holokratie und die Umsetzung beim Berliner Startup Finance Fox, einer Serviceplattform für Versicherungsverträge, berichtete uns Björn Grasedyck, Group CFO bei FinanceFox in Berlin. Ich möchte Ihnen nachfolgend eine kurze Zusammenfassung liefern.

C4B in den Medien – Autorenbeitag im e-commerce-Magazin zum Thema E-Commerce Controlling

eCommerceMagazinDerHandel

Der Traffic stimmt und die Kanäle konvertieren, dem Bestellwert und Umsatz zufolge scheint das Online-Marketing besonders gut zu laufen. Doch trotzdem stimmt am Ende die Rendite nicht. Welche Hilfestellung das Controlling in dieser Situation leisten kann, beschreibt Dennis Cichowski im e-commerce-Magazin in seinem Gastbeitrag zum Thema E-Commerce Controlling.

Unter anderem stellt Cichowski fest, dass häufig noch ohne übergreifendes Gesamtkonzept mal diese, mal jene Kennzahl analysiert wird und Händler das Controlling insgesamt unterschätzen. Sein Tipp: Den Fokus auf den Deckungsbeitrag richten. Nur wer bis auf den Deckungsbeitrag schaue, kann wirkungsstarke von wirkungsschwachen Kanälen unterscheiden und vorhandene Budgets deckungsbeitragsoptimiert einsetzen.

Agile Unternehmensführung und die Rolle des Controllers – Teil 1

28 Agilität

Agile Unternehmensführung ist mittlerweile weit mehr als nur ein Management-Buzzword. Das Prinzip der Agilität findet in immer mehr Unternehmen Anklang. Sie wollen, nein sie müssen sogar schneller und effizienter auf Kundenbedürfnisse und Marktimpulse reagieren und lösen deshalb konventionelle Planungsansätze zugunsten einer agilen Planung und Führung ab. Betrifft das Thema auch das Controlling und was bedeutet das für die Rolle des Controllers? Wie können Controller als Business Partner bei der agilen Unternehmensführung unterstützen? Mit diesen Themen haben wir uns Ende vergangenen Jahres beim C4B-Benchmarking Circle in Berlin befasst. „Agile Unternehmensführung und Auswirkungen auf das Controlling“ lautete unser Herbstspecial, welches am 26. September 2016 stattfand. Nicole Engenhardt-Gillé, Leiterin Konzernpersonal bei der freenet AG / mobilcom-debitelGmbH, hielt einen Best Practice Vortrag zur agilen Unternehmensführung bei der freenet AG. Über das von Brian Robinson entwickelte Modell der Holokratie und die Umsetzung bei Finance Fox berichtete Björn Grasedyck, Group CFO bei FinanceFox in Berlin, einer Serviceplattform für Versicherungsverträge. Ich möchte Ihnen in meinem Blogbeitrag Insights aus dem Workshop geben und Sie an Learnings der Unternehmen teilhaben lassen.

Der neue IFRS16 – Abschied vom Off-Balance Vorteil für Leasingnehmer

27 Leasing

Seit nunmehr gut 30 Jahren regelt IAS 17 die Leasingbilanzierung nach den „International Financial Reporting Standards” (IFRS). Zu Beginn des Jahres 2016 wurde nun der finale Standard zur künftigen Bilanzierung von Leasingverhältnissen veröffentlicht. Durch den neuen IFRS 16 wird eine bilanzneutrale Darstellung („off-balance”) von Leasingverpflichtungen nur noch in Ausnahmefällen möglich sein.

Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt.

Transferpreisdokumentation: Zwischen lästiger Pflicht und internem Optimierungsmotor

Polka

Gastbeitrag Tobias Polka (Teil 2)

Im zweiten Teil seines Beitrags zur Transferpreisdokumentation [hier können Sie den ersten Teil nachlesen] erläutert Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer /Steuerberater und Vorstand der ADKL AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Düsseldorf, wie Unternehmen die neuen Anforderungen der Transferpreisdokumentation auch für betriebswirtschaftliche Optimierungen nutzen können.

Transferpreisdokumentation: Weichen für die Zukunft stellen

Polka

Gastbeitrag Tobias Polka (Teil 1)

Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer / Steuerberater und Vorstand bei der ADKL AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Düsseldorf, erklärt in seinem Gastbeitrag, wie sich Unternehmen auf die neuen Vorschriften zur Dokumentation von Verrechnungspreisen und das Country-by-Country Reporting einstellen sollten.

Immer mehr mittelständische Unternehmen befinden sich im internationalen Wettbewerb und nutzen die Absatz- und Beschaffungsmärkte, die sich ihnen durch die Globalisierung bieten. Damit stehen sie auch auf dem Gebiet der internationalen Besteuerung vor großen Herausforderungen. Nicht zuletzt die medienwirksamen Darstellungen in Funk- und Fernsehen über aggressive Steuervermeidungsmodelle großer Konzerne haben den Fokus auf steuerliche Verrechnungspreise gelegt. So haben die OECD- und G20-Staaten bereits 2013 eine Initiative zur Bekämpfung von Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen, das BEPS-Projekt (Base Erosion and Profit Shifting) ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative haben die Finanzverwaltungen der OECD-Staaten einen Maßnahmenplan mit konkreten Vorschlägen zur Bekämpfung unerwünschter Steuerplanung erarbeitet, der 2016 in nationales Recht umgesetzt wurde.