Nachhaltigkeitsberichterstattung als Chance begreifen

Zamostny

  • Kapitalmarktorientierte Unternehmen müssen zukünftig jährlich über „nichtfinanzielle Aspekte“ berichten
  • Komplexität von Nachhaltigkeit und knappe Veröffentlichungspflicht stellen Herausforderung dar
  • Die glaubwürdige Darstellung der Unternehmensleistung erfordert eine strategische Auseinandersetzung mit wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen

 

Zum Autor: Andreas Zamostny ist Mitgründer und Geschäftsführer der Schlange & Co. GmbH – kurz: S&C. Als Experte für Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility (CR) mit mehr als 17 Jahren Praxiserfahrung begleitet er Unternehmen bei Strategieentwicklung und Implementierung, bei Risikoanalysen von Lieferketten, bei der Wirkungsmessung sowie bei der Erstellung von glaubwürdigen CR-Berichten. S&C hat Standorte in Hamburg und New York und ist international tätig. www.schlange-co.com

Steuerung des Working Capital über Supply Chain Management

Vorratsmanagement oder Bestandsmanagement unter Betrachtung der Lieferkette, Logistik und Lagerhaltung zählt zu dem dritten, in meinen Augen sehr wichtigen Stellhebel bei der Optimierung des Working Capital. Das Management von Forderungen habe ich ebenso wie das Management von Verbindlichkeiten in meinen vorherigen Beiträgen beleuchtet.

Zu einem Bestandsmanagement gehört es, die „richtigen“ Bestände identifizieren, um unnötige eliminieren zu können. Die Praxis zeigt, dass Bestandshöhen oft historisch bedingt sind und nur in begrenztem Umfang aktiv gemanagt werden, vielfach nicht den Anforderungen der Produktionsprozesse oder des Kundenbedarfs entsprechen. Das Bestandsmanagement steht immer vor der Herausforderung, die Lagerbestände so an die Nachfrage anzupassen, dass die Verfügbarkeit jederzeit gewährleistet ist, idealerweise zu möglichst niedrigen Prozesskosten.

Verbindlichkeiten-Management: Hebel für verbessertes Working Capital

Buchhalter

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zählen neben den Forderungen sowie den Vorräten zu den Kernbestandteilen des Working Capitals. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen den Stellheben Verbindlichkeiten vor.

Im Verbindlichkeiten-Management können Sie folgende Hebel ansetzen:

  1. Ausnutzung von Skontofristen
  • Durch Ausnutzung von Skontofristen lässt sich der Stand der Verbindlichkeiten niedrig halten
  • Skonto: Vergütung für frühzeitige Zahlung; durch die Vergütung werden auch Aufwand und Risiken abgegolten, die sonst mit Zielkäufen verbunden sind

Gastbeitrag von Prof. Dr. Nicole Jekel Teil 2 – Möglichkeiten der Markt- und Wettbewerbsanalysen

Nicole Jekel

Im ersten Teil ihres Gastbeitrags beleuchtete Prof. Dr. Nicole Jekel die größten Fehler bei Markt- und Wettbewerbsanalysen. Im heutigen zweiten Teil ihres Gastbeitrags stellt sie vor, welche Methode sich eignet, um den eigenen Markt umfassend zu bewerten.

Um den eigenen Markt von heute umfassend zu bewerten, eignet sich eine ABC-Listenübung an: Man sammelt kreuz und quer mit Hilfe dem Alphabet relevante Begriffe und Themen rund um meinen Markt von heute. Diese Übung wird dann mit den Mit- und Wettbewerbern von heute, diese Probleme löse ich bei meinen Kunden heute, diese Markt und Wettbewerbsmethoden nutzen wir heute wiederholt.

Gastbeitrag von Prof. Dr. Nicole Jekel – Möglichkeiten der Markt- und Wettbewerbsanalysen

Nicole Jekel

Prof. Dr. Nicole Jekel ist Professorin für BWL und Controlling an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.

Zahlreiche Unternehmen erstellen zu Beginn einer Produkt- beziehungsweise Dienstleistungseinführung detaillierte Analysen. Dabei haben sich folgende drei größten Fehler bei Markt- und Wettbewerbsanalysen gezeigt:

  1. Eine mangelnde Klarheit,
  2. häufig „falsche“ Mitbewerber und
  3. eine unscharfe Vorausschau.

Eine mangelnde Klarheit bedeutet, dass Unternehmen sich zunächst festlegen sollten, für wen sie welches Problem lösen. Wenn Sie beispielsweise ein Auto produzieren, dann ist für einige Menschen ein Auto ein Transportmittel von A nach B, für andere ist der Weg das Ziel. Je klarer das Problem konkretisiert wird, umso passgenauer können die Analysen durchgeführt werden.

Fünf Tipps zur Optimierung des Forderungsmanagements – Wirksam Working Capital reduzieren

Schreibtisch

Durch ein erfolgreiches Working Capital Management können Unternehmen aus eigener Kraft erhebliche Liquiditätsreserven freisetzen. Nebenbei erreichen sie einen schlanken und effizienten Wertschöpfungsprozess. Deshalb widme ich mich in meiner Serie zum Working Capital praktischen Tipps zur Optimierung des Working Capitals. Ein wichtiger Ansatzpunkt für das Working Capital Management sind das Management der Forderungen gegenüber Kunden und der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. In diesem Beitrag geht es um das Management von Forderungen, im Folgebeitrag nehme ich das Verbindlichkeiten-Management unter die Lupe.

Neuregelungen bei der Verrechnungspreisdokumentation

Polka

Das BEPS-Projekt („Base Erosion and Profit Shifting”) der OECD führt auch in Deutschland bei der Dokumentation von Verrechnungspreisen zu umfangreichen Änderungen für Unternehmen. Das BMF hat die angepasste Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV) nun veröffentlicht. Diese Verordnung konkretisiert die gesetzlich kodifizierte Dokumentationspflicht gemäß § 90 Abs. 3 AO und ist deshalb von großer Bedeutung für die Praxis. Einen Überblick über die wesentlichen Änderungen möchten wir Ihnen mit beigefügtem Newsletter geben, den wir von Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer / Steuerberater und Vorstand bei der ADKL AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Düsseldorf erhalten haben.

ISO 19600: Antwort auf Compliance-Herausforderungen

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Wie kann man als Unternehmen Compliance-Regelungen erstellen, die gesetzeskonform und dennoch im Unternehmensalltag praktikabel sind? Im zweiten Teil seines Gastbeitrags stellt Wolf-Werner Alebrand einen Standard vor, der die Umsetzung eines effektiven Compliance Management Systems erleichtert: die ISO-Norm „ISO 19600 Compliance“.

Die Bedeutung von Compliance wächst, trotzdem fällt die Umsetzung nicht leicht. Im ersten Teil meines Beitrags habe ich die Herausforderungen für das Compliance-Management vorgestellt. Im heutigen Beitrag möchte ich die Norm „ISO 19600 Compliance“ als eine mögliche Antwort darauf vorstellen.

Schäden durch das Fehlverhalten von Mitarbeitern vermindern Neue Herausforderungen im Compliance-Management!

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Unternehmen und ihre Managementvertreter sehen sich heute bei Compliance-Verstößen wie noch nie zuvor sowohl einer kritischen Presse und Öffentlichkeit als auch einer intensiven Strafverfolgung ausgesetzt. In seinem Gastbeitrag stellt WolfWerner Alebrand die neuen Herausforderungen für das Compliance-Management vor und zeigt anhand zahlreicher Praxisbeispiele die Fallstricke auf. Als selbstständiger Unternehmensberater berät und unterstützt WolfWerner Alebrand Unternehmen bei Fragen des betrieblichen Risikomanagements, und ist als Spezialist für Compliance-Kultur und Datenschutzmanagement tätig. XINGLinkedIn

Schlüsselkennzahlen Working Capital

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Im ersten Teil meines Beitrags zum Working Capital Management habe ich Ihnen gute Gründe für das Working Capital Management vorgestellt. Heute beleuchte ich die Schlüsselkennzahlen Working Capital.

Als Faustregel gilt: Je optimaler bzw. niedriger das Working Capital, desto gesicherter ist die Liquidität und damit auch die Beweglichkeit des Unternehmens. Um Optimierungspotenziale zu identifizieren, kann man die Kennzahl Working Capital heranziehen: Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen plus Vorräte minus Verbindlichkeiten aus LL

 

Vorräte

+ Forderungen LL (Lieferung und Leistung)

  – Verbindlichkeiten LL (Lieferung und Leistung)

= Working Capital