Kostenrechnung: Detaillierungstiefe in der Deckungsbeitragsrechnung

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Teil 3Segeln

„Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel richtig.“

Im ersten Teil und zweiten meines Beitrags zur Kostenrechnung habe ich schon darauf hingewiesen, dass die entscheidende Frage bei der Kostenrechnung lautet: Wonach steuern Sie Ihr Geschäft? Erst wenn Sie diese Entscheidung getroffen haben, können Sie entscheiden, welcher Detaillierungsgrad sinnvoll ist. Welche Umsatz- und Kostensicht bzw. welche Umsatz- und Kostensichten ist für Ihr Unternehmen sinnvoll:

    • Kundendeckungsbeitrag
    • Produktdeckungsbeitrag
    • Auftragsdeckungsbeitrag
    • Deckungsbeitrag nach Regionen / Länder
    • Deckungsbeitrag nach Vertriebskanal

In den meisten Unternehmen ist es sinnvoll nach mehreren Umsatz-/Kostensichten eine Deckungsbeitragsrechnung aufzubauen.

Vollkostenrechnung oder Teilkostenrechnung: Womit steuert es sich besser?

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Teil 2

Conflict.

Bevor ich auf die Kostensicht eingehe, gibt es im nachfolgenden Beitrag einen kurzen Exkurs zu den Begrifflichkeiten der Vollkosten- und Teilkostenrechnung.

Vollkostenrechnung: Hierbei werden alle entstandenen Kosten komplett den Kostenträgern zugerechnet. Dabei werden die Fixkosten über geeignete Schlüssel und/oder verursachungsrechte Zuordnung verteilt, was teilweise zu einer eingeschränkten Aussagekraft führen kann oder auch einen erheblichen Arbeitsaufwand wie zum Beispiel eine Zeitaufschreibung bei Mitarbeitern nach sich ziehen kann. Aufwand und Nutzen muss hier kritisch hinterfragt werden.

Gewinn = Umsatz – Kosten

Kostenrechnungssysteme: Back to the roots

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Teil 119 Deckungsbeitrag 1

„Big Data“ ist eines der Buzzwords der letzten Jahre. Unternehmen können mittlerweile unvorstellbar große Datenvolumen verarbeiten, und auch die Qualität der Daten wird immer besser. Doch die Quantität der Daten ist meist nicht gleichbedeutend mit Qualität, und, wir wissen es alle, viel hilft auch nicht immer viel. Wichtig sind und bleiben substanzielle Informationen. Deshalb kommt auch keine Investitionsentscheidung, keine präzise Erfolgsmessung, keine Bewertung ohne die Basics wie die „gute alte“ Kostenrechnung oder die GuV aus. Und auch wenn sie nur einen Teil der Informationen liefern, die heute für komplexe und nachhaltige Entscheidungen erforderlich sind, sind sie doch der Ausgangspunkt zur Ermittlung von Effizienz und Effektivität, von Rentabilität und Risiko. Deshalb lohnt sich regelmässig auch ein Ausflug in die Kostenrechnung.